ISAG-Standard
Abstammungsnachweis - Genanalyse Rhodesian Ridgeback
DNA gesunde und nachgewiesene Zucht
Gemäß den Zuchtbuchbestimmungen (ZBB) des RRBC e.V. verpflichten sich unsere Züchter zur Erstellung eines DNA-Profils / DNA-Print für ihre Zuchthunde. Dies dient der Qualitätssicherung, Identitätsnachweis und Förderung gesunder Nachzucht. Der Satz unterliegt den Zuchtbestimmungen, wodurch alle RRBC-Züchter zur DNA-Profilierung verpflichtet sind.
Mit den geltenden ZBB (Zuchtbuchbestimmungen), unterwerfen sich alle Züchter des RRBC dem DNA-Print, also Herkunftsnachweis für alle verwendeten Zuchthunde. Die Züchter lassen sowohl die Daten der Zuchthündin als auch des Deckrüden mittels DNA Test hinterlegen. Die Züchter des RRBC lassen die Auswertungen durch das staatlich anerkannte Institute "LABOKLIN" oder "Feragen" welches durch die staatliche Akkreditierungsstelle Hannover certifiziert wurde, vornehmen.
Mit diesem Nachweis garantieren die Züchter des RRBC, dass die Welpen tatsächlich aus den angegebenen Verpaarungen stammen und Ihnen keinerlei Fremdhunde, Zukäufe von Massenzüchtern, etc. untergeschoben werden. Bei allen mit dem Hologrammsiegel des Zuchtbuchamtes ausgegebenen Ahnentafeln, wird dem Welpenkäufer durch den Züchter das DNA-Testprotokoll der Elterntiere übergeben. So kann der Welpenkäufer jederzeit mit geringem Aufwand (dem Welpen/Junghund wird ganz wenig Blut entnommen) eine Kontrolle der tatsächlichen Elterntiere vornehmen.
Identitätsnachweis - Abstammungsnachweis - Genanalyse:
Die DNA eines Tieres kann man nicht verfälschen. Sie ist eindeutig und unverwechselbar. Mittlerweile ist ein genetisches Verfahren entwickelt worden, das die Identität und Abstammung eines Hundes, vergleichbar der Humandiagnostik, mit 99,99% Sicherheit feststellen kann. Es handelt sich hierbei um eine moderne Technik: den genetischen Fingerprint Mikrosatellitenanalyse, genetisches Profil.
Mikrosatelliten erzeugen ein einzigartiges DNA-Profil für jedes Individuum, das für Ahnentafeln oder zur Identifikation genutzt wird.
Ein genetisches Profil hat rechtliche Beweiskraft (Zertifizierung). So ist es beispielsweise möglich, dass entlaufene Hunde oder noch nach vielen Jahren gefundene Knochen/Reste des Tieres sicher identifiziert werden können.
Die Mikrosatellitenanalyse ist ein etabliertes, molekulargenetisches Verfahren in der Hundezucht, das genutzt wird, um genetische Profile zu erstellen, die Abstammung zu prüfen und die Rassezugehörigkeit zu bestimmen. Sie basiert auf der Untersuchung kurzer, sich wiederholender DNA-Sequenzen (Mikrosatelliten oder STRs - Short Tandem Repeats), die als Marker dienen.
Abstammungsnachweis:
Von dem Deckrüden, der Mutterhündin und den Welpen wird ein genetisches Profil erstellt. Der Fingerprint eines Welpen setzt sich jeweils zu 50% aus Anteilen des Vaters und der Mutter zusammen.
Parentalitätskontrolle: Dies ist der häufigste Einsatz. Durch den Vergleich der Mikrosatelliten-Marker (oft 19 oder mehr) des Welpen mit denen der potenziellen Eltern kann mit einer Sicherheit von über 99 % bestimmt werden, ob die Eltern biologisch korrekt sind.
Es ist folglich eine lückenlose Dokumentation möglich. Der Abstammungsnachweis kann ferner für Aufklärung bei Deckunfällen und Doppelbelegungen der Hündin sorgen. Damit wird sichergestellt, dass der Welpe tatsächlich aus der angegebenen Verpaarung stammt. Diese Zertifizierung gilt als Gütesiegel für Ahnentafeln.
Rassebestimmung/Rassezuordnung: Durch den Abgleich mit Datenbanken, die aus Referenztieren bestehen, kann der Anteil bestimmter Hunderassen im Erbgut bestimmt werden.
Genetische Vielfalt: Mikrosatelliten können genutzt werden, um den Inzuchtgrad innerhalb einer Population zu bestimmen, indem die Heterozygotie (genetische Variabilität) untersucht wird.
Grenzen und Vergleich zu anderen Methoden:
Während Mikrosatelliten sehr präzise für Identitäts- und Abstammungsnachweise sind, werden sie in der modernen Genetik zunehmend durch SNPs (Einzelnukleotid-Polymorphismen) ergänzt oder ersetzt, da diese noch präzisere Analysen erlauben.
Die Aussagekraft hängt direkt von der Anzahl der untersuchten Marker ab, üblich sind ISAG-Standards.
Benötigtes Material:
Dafür wird aus einer Blut- oder Mundschleimhautprobe das Erbgut, die DNA, gewonnen. Die Untersuchung beschränkt sich auf kleine und individuell unterschiedliche Bereiche in der DNA. Die Kombination der Ergebnisse der untersuchten Bereiche ergibt dann den individuellen, fälschungssicheren, genetischen Fingerabdruck des Hundes.
Wie schon erwähnt, die Analyse kann in spezialisierten Laboren (z.B. Labogen, Genomia, Feragen) anhand von Blut- oder Wangenschleimhautproben durchgeführt werden. Für die Abstammungstests immer Proben beider Elternteile und des Welpen nötig sind.
Eine Überlegung:
Das Einlagern von Blutproben (EDTA-Blut) ist für genetische Untersuchungen bei Zuchthunden oft besser und zuverlässiger als andere Methoden, insbesondere wenn es um die langfristige Diagnose von Erbkrankheiten geht. Aus Blutproben (EDTA-Blut) kann in der Regel mehr und qualitativ hochwertigere DNA gewonnen werden als aus Backenabstrichen. Es sollte kein Lithium-Heparin oder Citrat verwendet werden, da diese die PCR (Polymerase-Kettenreaktion, das Verfahren zur DNA-Vervielfältigung) hemmen können.
Die Einlagerung (für die Zukunft) von Blutproben wird besonders für Zuchthunde empfohlen, um auch Jahre später genetische Tests (z. B. auf neu entdeckte Erbkrankheiten) durchführen zu können, ohne den Hund erneut beproben zu müssen.
Alternative Backenabstrich: Für einfache DNA-Tests (z. B. Abstammung, bestimmte Rassemerkmale) reicht oft ein Backenabstrich aus, jedoch ist die Blutabnahme für umfassende Screenings (XXL-Screenings) meist sicherer.
WICHTIG
Zur sicheren Identitätsfeststellung und Betrugsvermeidung sollte die Blutabnahme ausschließlich durch einen Tierarzt erfolgen. Für die Einlagerung bieten spezialisierte Labore (z.B.
Generatio,
Laboklin,
Feragen) entsprechende Möglichkeiten an.
„Wenden Sie sich an das Labor Ihres Vertrauens und lassen Sie sich telefonisch beraten. Keine Scheu!“
